E-Mail an... Christian Schwochow

Kurz angefragt, schnell beantwortet. Prominente über ihre Vorlieben und Filmerfahrungen
»Christian Schwochow«

Christian Schwochow, 38, Regisseur, hat »Novemberkind«, »Die Unsichtbare« und »Westen« gedreht; fürs Fernsehen adaptierte er den Bestseller »Der Turm«. Jetzt startet sein neuer Film Paula.

Der erste Film, den Sie im Kino gesehen haben?
Der erste Film, an den ich mich erinnere, ist »Das Feuerzeug«, ein DEFA-Märchenfilm inszeniert von meinem Onkel Siegfried Hartmann mit Rolf Ludwig. Ein Film mit herrlichen 50er-Jahre-Special-Effects.

Welchen Film schauen Sie immer wieder?
Da gibt es zwei. »Un Prophet« (Ein Prophet, 2010) von Jacques Audiard. Und »Frozen« (Die Eiskönigin – Völlig unverfroren, 2013), den allerdings zwangsweise, weil meine Tochter verrückt danach ist.

Welche Fernsehserie verfolgen Sie gerade?
Ich schaue gerade drei Serien abwechselnd: »Follow the Money« (Bedraget) aus Dänemark. Außerdem »Modern Family«, eine Serie, die in jeder Folge großartig ist. Und dann liebe ich sehr »The Americans«.

Welcher Film hat Sie zuletzt beeindruckt?
Der Film, der mich in den letzten Jahren am tiefsten beeindruckt hat, ist »4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage« von Cristian Mungiu (2007). Für diesen Film habe ich kaum Worte. Der hat mich so stark überrollt wie kein anderer in den letzten Jahren.

Ein Film, auf den Sie sich freuen?
Es gibt zwei Filme, auf die ich mich freue: nämlich die nächsten Filme von Maren Ade und Maria Schrader, egal was die machen.

Ihr/e Lieblingschauspieler/schauspielerin?
Meine fünfjährige Tochter.
 
Wer oder was ist unterschätzt?
Das rumänische Kino wird vom deutschen Publikum unterschätzt. Unterschätzt und ignoriert.
 
Ein Lieblingsfilm, der ein bisschen peinlich ist?
Einen peinlichen Lieblingsfilm habe ich nicht. Aber ich gebe zu, ich habe einmal »Transporter 3« im Flugzeug gesehen und musste weinen.
 
Was sammeln Sie?
Ich nehme jedes Biathlon-Rennen im Fernsehen auf und sehe mir die schönsten Rennen immer wieder an. Ganz weit vorn ist derzeit die Goldstaffel der deutschen Männer in Oberhof 2010.
 
Der beste Platz im Kino?
Bei meinem eigenen Film möglichst dicht am Ausgang. Bei anderen Filmen achte Reihe Mitte.

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