TV-Tipps

Zodiac – Die Spur des Killers

USA 2007, David Fincher
Ein Serienkiller, der sich selbst Zodiac nennt, treibt in Südkalifornien sein Unwesen. Er ermordet Pärchen, die sich an abgelegenen Orten treffen, und schickt nach jeder Tat Briefe mit angeblichen Hinweisen auf seine Identität an die Zeitungen. Trotzdem tappen der Polizist Dave Toschi (Mark Ruffalo) sowie die Journalisten Robert Graysmith (Jake Gyllenhaal) und Paul Avery (Robert Downey Jr.) auf der Suche nach dem Mörder im Dunkeln. David Fincher, der sich mit Sieben schon einmal der Geschichte eines Serientäters widmete, konzentrierte sich in Zodiac auf die fast dokumentarisch anmutende Rekonstruktion der Ermittlungsarbeit und schuf so ein Meisterwerk klassischer Erzählkunst (Kritik in epd Film 6/2007).
Mo 1.2., 22.15 Uhr, ZDF

 

Sehnsucht

Deutschland 2006, Valeska Grisebach
Nach einer durchzechten Nacht wacht Markus in der Wohnung einer fremden Frau auf und weiß nicht mehr, wie er dorthin gekommen ist. Er beginnt eine Affäre mit der Unbekannten, obwohl er eigentlich glücklich mit Ella verheiratet ist. Die Rückkehr in sein altes Leben mit Ella fällt ihm schwer, obwohl er merkt, dass die Affäre an der Liebe zu seiner Frau nichts geändert hat. In ihrem mehrfach preisgekrönten Film schildert Valeska Grisebach die Sehnsucht ihrer Figuren mit viel Gespür für alltägliche und dennoch bedeutungsschwere Situationen (Kritik in epd Film 9/2006).
Di 9.2., 23 Uhr, 3 sat

 

Berlinale 1
Einen besonderen Rückblick auf die Geschichte der Berlinale hat sich 3sat vorgenommen. Dort werden Filme gezeigt, die im Laufe des Festivals zu Kontroversen und Eklats geführt haben. Zu se­hen sind unter anderem Die durch die Hölle gehen von Michael Cimino (USA 1978; 10.2., 22.25 Uhr), Stammheim von Reinhard Hauff (BRD 1985; 14.2., 22 Uhr), Nacht und Nebel von Alain Resnais (F 1955; 16.2., 23.15 Uhr) und Lost in Beijing – Alles ist möglich von Li Yu (China 2007; 19.2., 22.45 Uhr).
Fr 12.2. bis Fr. 19.2., 3sat

Berlinale 2
Arte widmet der Berlinale zu ihrem 60-jährigen Bestehen am 14.2. einen Themenabend. Er beginnt mit der Ausstrahlung des Gewinners des Silbernen Bären von 1995, Nobody’s Fool – Auf Dauer unwiderstehlich von Robert Benton (USA 1994; 20.15 Uhr). Im Anschluss folgt die Dokumentation Spur der Bären. Die Berlinale – Geschichte eines Festivals (D 2009; 22 Uhr), in der Hans-Christoph Blumenberg und Alfred Holighaus anhand von Interviews und Archivmaterial die Geschichte des größten deutschen Filmfestivals nachzeichnen.
So 14.2., 20.15 Uhr, arte

 

Isabella Rossellini – Aus dem Leben eines Schmetterlings

Deutschland/Frankreich 2010, Gero von Boehm, Isabella Rossellini
Zusammen mit Gero von Boehm rekonstruiert Isabella Rossellini in diesem sehr persönlichen Dokumentarfilm ihr Leben und ihre Arbeit als Model, Schauspielerin und Experimentalfilmregisseurin. Sie kehrt an die Orte ihrer Kindheit zurück und präsentiert ihre neuen Experimentalfilmprojekte. Dabei spricht sie sehr offen über ihre Erfolge und Ängste und ihre Versuche, als Regisseurin den Ansprüchen ihres Vaters Roberto Rossellini gerecht zu werden.
Do 18.2., 21.55 Uhr, arte

 

Blade Runner – The Final Cut

USA 1982, Ridley Scott
Ein Science-Fiction-Klassiker in der nun aber wirklich allerletzten Schnittfassung. Rick Deckard (Harrison Ford) ist in einer nicht mal sehr zukünftigen Welt als Polizist sogenannten Replikanten auf der Spur, künstlichen Menschen, die sich nicht auf der Erde aufhalten sollten. Als ein neuer Typ von Replikant auftaucht, der dem Menschen zum Verwechseln ähnlich ist, wird Deckards Ermittlungsarbeit schwieriger, und er muss sich schließlich fragen, ob er nicht selbst ein Replikant ist. Im »Final Cut«, den Ridley Scott 2007 anfertigte, korrigierte er Farb- und Anschlussfehler und erweiterte einige Szenen.
Mo 22.2., 0.15 Uhr, hr