epd Film
unser tipp!
Junikäfer
USA 2005, Phil Morrison
Als die Großstädterin Madeleine und ihr Mann George geschäftlich in North Carolina unterwegs sind, nutzen sie die Gelegenheit, um auf dem Weg einen Abstecher zu Georges Familie zu machen. Die in der Provinz lebenden Verwandten sind nicht gerade begeistert von der »kultivierten« Ehefrau Georges, nur seine Schwägerin Ashley (hervorragend gespielt von Amy Adams) nähert sich Madeleine aufdringlich plappernd an. Phil Morrison beschreibt das Aufeinandertreffen von Großstädtern und »Provinzlern«, ohne sich über eine der beiden Parteien lustig zu machen. Er nimmt seine Figuren ernst und zeichnet so ein humorvolles und detailgenaues Bild einer ungewöhnlichen Begegnung. Kritik in epd Film 3/2007
Do 18.3., 22.25 Uhr, 3sat
Emanuele Crialese
Arte widmet dem Regisseur Emanuele Crialese, einem Vertreter der italienischen »neuen Welle«, eine kleine Hommage. Am 4.3. um 20.15 Uhr wird zunächst Crialeses jüngster Film The Golden Door (2006) ausgestrahlt. Am 11.3. um 20.15 Uhr folgt der vier Jahre zuvor entstandene Lampedusa, der auf der gleichnamigen Insel vor Sizilien spielt. Mit diesem vom italienischen Neorealismus beeinflussten Film gelang Crialese 2002 der Durchbruch. Kritiken in epd Film 6/2007 und 4/2003
Ein Fisch namens Wanda
GB 1987, Charles Crichton
Wanda, George, Ken und Otto überfallen eine Bank. Der Überfall glückt perfekt, doch Wanda hält nicht viel vom Teilen der Beute. Der Humor des Films ist geprägt von der Monty-Python-Truppe, insbesondere von John Cleese, der in der Rolle des Anwalts Archie Leach zu sehen ist.
Do 4.3., 0.15 Uhr, hr
2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß
D 2003, Malte Ludin
In seinem sehr persönlichen Dokumentarfilm spürt Malte Ludin den Spuren seines Vaters Hanns Ludin nach, der 1947 als Nationalsozialist und Kriegsverbrecher hingerichtet wurde. Dabei wird immer wieder die Diskrepanz zwischen dem öffentlichen Bild als Schwerstverbrecher und den beschönigenden Geschichten, die innerhalb der Familie kursieren, deutlich. Kritik in epd Film 4/2005
Fr 4.3., 0 Uhr, hr
WWW – What a Wonderful World
Marokko 2006, Faouzi Bensaidi
In Casablanca verstricken sich die Geschichten des Auftragskillers Kamel, der Gelegenheitsprostituierten Souad, der Polizistin Kenza und des Hackers Hicham. Gekonnt komponierter Film noir des marokkanischen Regisseurs Faouzi Bensaidi, der die durch Hollywoodklischees verklärte Stadt Casablanca als pulsierende Metropole zeigt. Kritik in epd Film 12/2007
Mo 8.3., 0.05 Uhr
Japan – im Reich der Samurai
Bushido – das ist nicht nur der Name eines deutschen Rappers, sondern vor allem und ursprünglich das Wort für den Verhaltenskodex der Samurai. Den japanischen Kriegern widmet Arte jetzt einen Programmschwerpunkt. Unter anderem werden die Spielfilme Samurai der Dämmerung (J 2002, 17.3. 21.45 Uhr), Der Samurai, den ich liebte (J 2005, 10.3., 21.50 Uhr) und Tabu (J 1999, Do 18.3., 20.15 Uhr) gezeigt.
Prozac Nation
D/USA 2001, Erik Skjoldbjaerg
In der Verfilmung des autobiografischen Romans »Prozac Nation« von Elisabeth Wurtzel wird von einer jungen Autorin erzählt, die durch eine Schreibblockade, Familienprobleme und exzessiven Drogenkonsum in eine Depression verfällt. Sie begibt sich in Therapie und nimmt schließlich das Medikament »Prozac«, das ihr hilft, sich wieder in den Alltag einzufinden.
Mi 10.3., 0.35 Uhr, ARD
Carmel
F 2009, Amos Gitai
In einer kunstvollen Collage aus persönlichen Eindrücken und historischem Material schildert Amos Gitai seine Sicht auf die Geschichte Israels. Sie ist geprägt von Kriegen und Konflikten und von der damit verbundenen ständigen Angst der israelischen Bevölkerung.
Sa 13.3., 21.55 Uhr, arte
Alles auf Zucker!
D 2004, Dani Levy
Jaeckie Zucker hat all sein Geld verspielt. Als seine Mutter stirbt, winkt ihm ein sattes Erbe, allerdings ist dieses an eine Bedingung geknüpft. Jaeckie soll nach jüdischem Brauch sieben Tage Trauer üben und sich in dieser Zeit mit seinem Bruder aussöhnen. Ursprünglich fürs Fernsehen gedreht, lief der Film erfolgreich in den deutschen Kinos, was nicht zuletzt der schauspielerischen Leistung von Hannelore Elsner und Henry Hübchen zu verdanken ist. Kritik in epd Film 1/2004
Sa 13.3., 14.30 Uhr, arte
Ran
J/F 1985, Akira Kurosawa
In diesem bildgewaltigen Epos nach Shakespeares »King Lear« erzählt Kurosawa die Geschichte eines japanischen Fürsten, der sein Reich unter seinen Söhnen aufteilen will, um es gemeinsam mit ihnen zu regieren. Doch das Familienbündnis zerfällt und mit ihm der Friede im Land.
So 21.3., 0.10 Uhr, 3sat
Jene ihre Begegnungen
I 2005, Danièle Huillet/Jean-Marie Straub
Fünf Szenen, fünf Schauplätze, zehn Schauspieler. Jeweils zwei Darsteller rezitieren ein Kapitel aus den »Dialoghi con Leucò«, in denen sich der Schriftsteller Ce-sare Pavese der griechischen Mythologie widmete. Der Film ist in seiner Zitathaftigkeit und Strenge typisch für den Stil des Regieduos Huillet/Straub.
Di 23.3., 23.00 Uhr, 3sat