Greenland (2020)

4./5. Oktober, 0:30 Uhr, ZDF
Gerald Butler muss inmitten eines Meteoriten-Einschlags seinen kranken Sohn und seine kränkelnde Ehe retten: also nichts Neues in diesem Allerwelts-Katastrophenfilm.

Lourdes (2009)

5. Oktober, 23:10 Uhr, 3sat
Jessica Hausner kreist mit »Lourdes« in realistischer Manier das Unerklärbare ein, zeigt es im Umfeld der Pilger und ihrer Betreuer, die sich als ganz normale fehlerhafte Menschen aufführen und auf ihre Art den ganzen Rummel infrage stellen.

Crazy Heart (2009)

6. Oktober, 20:15 Uhr, RBB
Das Porträt eines Trinkers, der mal ein Countrystar war, und die Liebesgeschichte eines unmöglichen Paares zwischen Houston und Santa Fe. Ein äußerst sympathischer, unaufdringlicher Film über das Kaputtgehen, das Weitermachen und die melancholischen Songs unterwegs.

Das finstere Tal (2014)

7. Oktober, 22:25 Uhr, 3sat
Sam Riley als einsamer Rächer dieses alpinen Westerns fasziniert mit wenigen Worten und präzisen Schüssen vor grandioser Winterkulisse. Sehr schön auch, dass Regisseur Prochaska in »Das finstere Tal« auf alles Tarantinoeske verzichtet.

The Danish Girl (2015)

8. Oktober, 23:25 Uhr, 3sat
In opulenten Bildern erzählt Tom Hooper in »The Danish Girl« die reale Lebensgeschichte des skandinavischen Malers und Transgender-Pioniers Einar Wegener, den Eddie Red­mayne auf neuerlichem Oscarkurs subtil oszillieren lässt.

Genderation (2021)

10. Oktober, 22:25 Uhr, 3sat
1999 drehte Monika Treut mit »Gendernauts« einen bahnbrechenden Dokumentarfilm über die Transgender-Szene von San Francisco. In ihrer neuen Dokumentation besucht sie die damaligen Pioniere der Transbewegung erneut und zeigt, wie sich sowohl ihr Leben als auch das Leben generell im zunehmend gentrifizierten San Francisco verändert hat.

Tage am Strand (2013)

11. Oktober, 23:45 Uhr, ONE
Die visuell berauschende Erotikfabel schildert die Überkreuzaffären zweier befreundeter Mütter und ihrer Söhne in einem australischen Strandparadies. Doch die Balance zwischen surreal angehauchtem Liebestraum und Realität führt zu einem verquasten Ende.

Auf der Couch in Tunis (2019)

12. Oktober, 20:15 Uhr, arte
Charmant, witzig, aber leider hier und da oberflächlich erzählt Manele Labidi von einer jungen Psychologin (Golshifteh Farahani), die aus Paris in ihre Heimat Tunis zurückkehrt, um dort eine Praxis zu eröffnen – auch, um sich selbst zu finden.

Enfant terrible (2020)

12. Oktober, 22:35 Uhr, arte
Die Hommage des Enfant Terrible Oskar Roehler an das Enfant Terrible Rainer Werner Fassbinder trifft mit stilisierter Ästhetik genau den richtigen Ton. Neben grellen Anekdoten zeigt sie auch eine leise, verletzliche Seite des Künstlers – der von Oliver Masucci ganz hervorragend gespielt wird.

Mein Leben als Zucchini (2016)

13./14. Oktober, 0:00 Uhr, WDR
Ein Puppentrickfilm nicht nur für Kinder, sondern für die ganze Familie, der von der Not, aber auch den Sehnsüchten und Freuden einer kleinen Heimkinderschar erzählt. Charakteristische Puppen inszeniert in außergewöhnliche Kulissen.

Undine (2020)

14. Oktober, 20:15 Uhr, arte
Der neue Film von Christian Petzold ist ein modernes Spiel mit dem Märchenmythos der Wasserfrau, eine Meditation über die Liebe, eine Hommage an die Wasserstadt Berlin und der bisher romantischste Film des Regisseurs.

Unantastbar - Der Fall Harvey Weinstein

14. Oktober, 21:40 Uhr, arte
Die Doku »Untouchable« von Ursula Macfarlane ist dann am eindringlichsten, wenn Frauen beschreiben wie Weinstein sich ihnen annäherte und ihre Anstrengung sichtbar wird, über das Geschehen zu sprechen, selbst wenn es lange zurückliegt.

Selma (2014)

15./16. Oktober, 1:10 Uhr, ARD
Mit ihrem Gespür für zwischenmenschliche Dynamiken zeichnet Ava DuVernay in »Selma« ein charismatisches Bild des Bürgerrechtlers Martin Luther King und zugleich eine komplexe Innenansicht der Bürgerrechtsbewegung.

Monsieur Killerstyle (2019)

19. Oktober, 22:55 Uhr, arte
Die Macht der Jacke: Jean Dujardin unter Einfluss in »Monsieur Killerstyle«.

Räuberhände (2020)

26. Oktober, 22:45 Uhr, arte
İlker Çataks Verfilmung von Finn-Ole Heinrichs gleichnamigen Roman fängt auf magische Weise ein, was es heißt, 18 und frei zu sein. Die Geschichte zweier ungleicher Freunde, die zusammen nach Istanbul reisen, ist zugleich eine Feier der Unbeschwertheit der Jugend und ein genaues Porträt ihrer Vergänglichkeit.