Greenland (2020)

28. März, 20:15 Uhr, ZDFneo
Gerald Butler muss inmitten eines Meteoriten-Einschlags seinen kranken Sohn und seine kränkelnde Ehe retten: also nichts Neues in diesem Allerwelts-Katastrophenfilm.

Roads (2019)

28. März, 23:10 Uhr, HR
»Victoria«-Regisseur Sebastian Schipper schickt einen geflüchteten Kongolesen und einen Engländer durch Europa: ein holprig geratenes Roadmovie mit einer arg pädagogischen Flüchtlingsgeschichte, das als Buddymovie dennoch gut funktioniert.

No Turning Back (2013)

29. März, 23:15 Uhr, 3sat
Ein Mann, ein Auto, eine nächtliche Fahrt von Birmingham nach London: Währenddessen bricht das Leben eines von Tom Hardy grandios gespielten Familienvaters zusammen. Ebenso minimalistisches wie elegantes Roadmovie-Kammerspiel.

Wir sind dann wohl die Angehörigen (2022)

29./30. März, 00:05 Uhr, Das Erste
Die spektakuläre Entführung des Millionenerben Jan-Philipp Reemtsa erzählt Hans-Christian Schmid konsequent aus der Sicht von dessen Frau und Sohn. Eine präzis-nüchterne Studie über die angespannten Dynamiken zwischen Familie und Polizei im Ausnahmezustand.

Disconnect (2012)

29./30. März, 00:35 Uhr, ZDF
Regisseur Henry Alex Rubin erzählt von unserer Welt, die einen hohen Preis für die digitalen Errungenschaften entrichtet. Die Komplexität des Themas transportiert der Film über subtil gezeichnete Figuren.

Im Feuer – Zwei Schwestern (2020)

30./31. März, 00:25 Uhr, ZDF
Daphne Charizani verbindet Migrationsdrama und Antikriegsfilm zu einer Heldinnengeschichte. Ein weitestgehend leises Drama, in dem sich Welten berühren.

Super 8 (2011)

31. März, 22:40 Uhr, ZDFneo
Ein Mysterythriller über eine Gruppe von Teenagern, die Zeugen eines Zugunglücks werden, woraufhin ihre Kleinstadt von geheimnisvollen Vorgängen heimgesucht wird. Aus unzähligen Genrestandards und Elementen älterer Science-Fiction-Filme erzeugt der Film ein eigenes Flair. Es steckt viel Ironie, aber noch viel mehr Liebe darin.

Das Zimmer der Wunder (2023)

31. März, 22:55 Uhr, MDR
Die märchenhafte Geschichte einer Frau mit der Mission, ihren verunglückten Sohn aus dem Koma zu erlösen, scheut nicht die Nähe zum Kitsch. Aber durch komische Akzente und eine charismatische Hauptdarstellerin findet der Film seine Balance.

Ich Capitano (2023)

2./3. April, 00:30 Uhr, ZDF
Beruhend auf realen Fluchterfahrungen erzählt Matteo Garrone von zwei senegalesischen Jugendlichen und ihrem lebensgefährlichen Weg nach Europa. Die tollen Hauptdarsteller überzeugen mehr als die teils märchenhaften Elemente.

Der Medicus (2013)

3. April, 20:15 Uhr, 3sat
Die Erfindung der Medizin als großes Heldenabenteuer im Schmelztiegel der toleranten persischen Hochkultur des Mittelalters. Der deutsche Regisseur Philipp Stölzl verfilmt den gleichnamigen Bestseller aus dem Jahr 1988 von Noah Gordon als großes Märchenspektakel und setzt dabei ganz auf das islamistische Schurkenschema.

Judy (2019)

3. April, 20:15 Uhr, One
Im Winter 1968, wenige Monate vor ihrem Tod im Alter von nur 47 Jahren, gastiert Judy Garland in London. Es ist das letzte Aufbäumen einer Legende, die wegen Tab­lettensucht und privater Katastrophen in Scherben liegt. Renée Zellweger spielt sie glorreich: als frühes Opfer von Hollywoods Starsystem, das nun verzweifelt um die alte Energie und Professionalität ringt.

Die einfachen Dinge (2023)

3. April, 23:45 Uhr, HR
Der Titel von Éric Besnards neuer bukolischer Komödie ist Programm: Es geht darum, was »wirklich zählt« im Leben. Ein quirliger Geschäftsmann (Lambert Wilson) wird vom Gehetztsein seiner urbanen Existenz erlöst, als er in den Bergen auf einen schroffen Aussteiger (Grégory Gadebois) trifft. Das Drehbuch schlägt der eigenen Vorhersehbarkeit sachte Schnippchen – und dank der Spielfreude der Darsteller erweisen sich die Lebenslektionen als erfreulich wechselseitig.

Kirschblüten – Hanami (2008)

4. April, 20:15 Uhr, ONE
Auf ihrer vierten filmischen Reise nach Japan erkundet Doris Dörrie das Glück der Liebe, die Trauer über den Verlust und die Unmöglichkeit entspannter Familienbeziehungen.

Rehragout Rendezvous (2023)

4. April, 20:15 Uhr, BR
Der neunte Film der Reihe, die Ed Herzog seit 2013 nach den Heimatkrimis von Rita Falk adaptiert. Tiefenentspannt und hemdsärmelig geht es zu, wenn sich dem Eberhofer Franz, Dorfsheriff von Niederkaltenkirchen, die niederbayrische Provinz mal wieder von ihrer finsteren Seite zeigt.

À la carte! – Freiheit geht durch den Magen (2021)

5. April, 18:30 Uhr, One
In diesem märchenhaften Historienfilm über einen Koch im Ancien Régime, der mit einer mysteriösen Frau das Konzept eines bürgerlichen Restaurants entwickelt, wird das Essen und Genießen als demokratische Errungenschaft gefeiert.

Werk ohne Autor (2018)

5./6. April, 00:00 Uhr, Das Erste
Die thematisch interessante, von biografischen Tatsachen inspirierte Hommage an Gerhard Richter reduziert Kunst auf einen Abbildrealismus.

Rex Gildo – Der letzte Tanz (2022)

6. April, 01:10 Uhr, NDR
Eine engagierte semifiktionale Hommage an das tragische Leben eines heimlich schwulen deutschen Schlagerstars mit Camp-Ästhetik und spielerischer Selbstreflexion.

Sein letztes Rennen (2013)

6. April, 23:30 Uhr, MDR
In der Rolle des Marathonläufers und Olympiasiegers Paul Averhoff, der es in der Enge eines Altersheims nicht aushält, beweist Dieter Hallervorden noch einmal, dass er immer schon weit mehr als nur ein großartiger Komiker war.

Offenes Geheimnis (2017)

6./7. April, 00:20 Uhr, Das Erste
Die schwierige Rückkehr in die Heimat, das Aufbrechen familiärer Konflikte und eine Kindesentführung: Asgar Farhadis in Spanien angesiedelter psychologischer Thriller verknüpft Starkino mit der Beschreibung gesellschaftlicher Verhältnisse.

Klandestin (2024)

8. April, 22:35 Uhr, arte
Ein illegal eingewanderter junger Marokkaner bei einer migrationsfeindlichen, konservativen Politikerin – Ausgangspunkt für Angelina Maccarone, vier Lebensgeschichten kunstvoll ineinander zu verweben. Der beste deutsche Film dieses Jahres. Bisher.

Die Frau des Nobelpreisträgers (2017)

9. April, 20:15 Uhr, RBB
Glenn Close spielt die zurückgesetze Gattin eines Nobelpreisträgers als kultivierte Frau von großer Selbstkontrolle. Die Verfilmung des Meg-Wolitzer-Romans »The Wife« ist ganz ihr Film, aber zugleich auch ein Kabinettstück über die Sexismen des Literaturbetriebs

In ihren Augen (2009)

9. April, 20:15 Uhr, ONE
Eine uneingestandene Liebe und ein eigentlich aufgeklärter Mordfall führen die Beteiligten nach 25 Jahren wieder zusammen. Dass in Argentinien die Geister der Vergangenheit nicht zur Ruhe kommen wollen, ist in Juan-José Campanellas Verknüpfung von Kriminal- und Liebesfilm auch eine diskret politische Botschaft.

Frühling in Paris (2020)

9. April, 23:45 Uhr, WDR
In dieser von einer 21-jährigen Debütregisseurin und Hauptdarstellerin apart gegen den Strich inszenierten Liebesgeschichte bändelt ein junges Mädchen mit einem 35-jährigen Mann an.

Bis wir tot sind oder frei (2020)

11. April, 23:15 Uhr, HR
Recht plakativ erzählt Oliver Rihs nach wahren Begebenheiten von dem Schweizer Ausbrecherkönig Walter Stürm und dessen Anwältin Barbara Hug , die in den 80er Jahren zu Gallionsfiguren der linken Szene wurden. Großartig: Marie Leuenberger als physisch wie psychisch gezeichnete Juristin.

Ein Mann namens Ove (2015)

11. April, 23:35 Uhr, 3sat
Ove ist ein pedantischer Grantler, der seine Nachbarschaft mit dem Gestus eines Großhausmeisters in Schach hält. Bis die neue persische Nachbarin Parvaneh den Alten in ihr Leben einbindet.

Die Theorie von Allem (2023)

13. April, 21:50 Uhr, arte
Timm Kröger mischt für sein Multiversum die Karten der Filmgeschichte gründlich durch, um daraus etwas rätselhaft Neues entstehen zu lassen und lässt Realität und Fiktion, das Faktische und das Mögliche souverän und geheimnisvoll oszillieren.

Perfect Days (2023)

13. April, 23:15 Uhr, NDR
Wim Wenders meditative Hommage an das japanische Kino begleitet einen Mann, der Tokios Toiletten reinigt, in den alltäglichen Ritualen seines Lebens und findet die Schönheit in unscheinbaren Dingen.