Benedetta (2021)

21. Juni, 23:40 Uhr, arte
Warum müssen sich unerschütterlicher Glaube und gelebte Sinnlichkeit widersprechen, fragt Paul Verhoeven am Beispiel eines historisch verbrieften Falls, und trifft damit ins Herz aktueller Missbrauchsdebatten, kann die extremen Gegensätze aber dennoch nicht versöhnen, was möglicherweise auch an der ganz irdischen Schönheit von Virginie Efira liegt.

Kein Wort (2023)

22. Juni, 21:35 Uhr, arte
Stark gespieltes Drama um eine zerrüttete Mutter-Sohn-Beziehung und die Unfähigkeit, offen zu kommunizieren. Die mit stark gefilmten Bildern und Orchestermusik aufgebaute Dramatik der Geschichte geht zum Ende hin aber etwas ins Leere.

Toubab (2021)

22./23. Juni, 0:00 Uhr, ZDF
Wer glaubt, dass man das Thema der sozialen Ghettos in Deutschland nicht mehr variieren kann, sollte sich diesen Film ansehen, der eine queere Thematik ohne jede Verrenkung damit verbindet.

Parallele Mütter (2020)

23. Juni, 22:55 Uhr, MDR
Pedro Almodóvar verbindet die Geschichte zweier ungleicher Mütter (gespielt von der oscarnominierten Penélope Cruz und Neuentdeckung Milena Smit) mit dem kollektiven Bürgerkriegstrauma Spaniens zu einem berührend-ernsthaften Familiendrama über unbewältigte Wahrheiten.

Trautmann (2018)

24./25. Juni, 00:15 Uhr, BR
Die Intergrationsgeschichte des deutschen Kriegsgefangenen Bert Trautmann, der im England der 50er Jahre zur gefeierten Torwartlegende aufstieg, inszeniert Marcus H. Rosenmüller zwischen klassischer Sportfilmdramaturgie und britischem Feelgood-Movie, dem man mehr Mut zu offenen Widersprüchen gewünscht hätte

Fucking Bornholm (2022)

25. Juni, 23:45 Uhr, WDR
Zwei Paare mit Kindern machen Urlaub auf Bornholm. Ferientypisch aber will sich Entspannung gar nicht erst einstellen, stattdessen brodelt Unbehagen hoch und eskalieren verdrängte Konflikte. Beziehungstragikomödie für Erwachsene, die bewegend vom Feststecken im eigenen Leben erzählt und sich schauspielerischen Glanzleistungen in wunderschöner Landschaft verdankt.

Match Point (2005)

26./27. Juni, 00:20 Uhr, 3sat
Einer der wenigen Filme von Woody Allen, der nicht in New York gedreht ist. Ein Tennislehrer bahnt sich den Weg in Londons High Society und stolpert im letzten Augenblick. Meisterliches Verwirrspiel aus Romanze und Thriller, schwarzer Komödie und Drama. Mit brillanten Darstellern, geschliffenen Dialogen, und einer verblüffenden Meditation über die Zufälle, die das Leben entscheiden.

Nevrland (2019)

27. Juni, 22:25 Uhr, 3sat
Ein junger Mann mit Angststörung: Georg Schmidinger lässt in seinem intensiven Debüt »Nevrland« den Zuschauer die emotionalen Extremzustände seines Helden miterleben.

Der Mauretanier (2021)

27./28. Juni, 00:40 Uhr, WDR
So wie der Deutschtürke Murat Kurnaz hat auch der Mauretanier Mohamedou Ould Slahi einen Bericht über seine traumatischen Erlebnisse in Guantanamo verfasst. Der schottische Regisseur Kevin Mcdonald hat ihn jetzt mit dokumentarischem Gespür als leisen Polithriller verfilmt, der vor allem von menschlicher Widerstandskraft und Vergebung erzählt.

Spider-Man: No Way Home (2021)

29./30. Juni, 00:00 Uhr, ZDF
Und wieder findet eine Trilogie rund um den Spinnenmann ihren Abschluss. Mit ordentlich Pomp und Getöse, wie sich das gehört. Mit witzigen Einfällen und gelungenen Überraschungen. Doch leider auch mit zu viel Pathos und Kitsch. Zeigt der Superhelden-Film in seiner Endlosschleife hier womöglich erste Ermüdungsbrüche?

Salt (2010)

01. Juli, 23:10 Uhr, ZDFneo
Der geradlinig inszenierte Agententhriller »Salt« überzeugt durch fantasievolle Action und subtile Selbstironie.

District 9 (2009)

04. Juli, 23:50 Uhr, ZDFneo
Der von krachenden Effekten dominierte Blockbuster-Sommer 2009 endete mit einer originellen Note. Rasant, blutig, eklig, ironisch und am Ende auch gefühlvoll – eine Art »Transformers« für den denkenden Zuschauer.

Heute bin ich Samba (2014)

8. Juli, 20:15 Uhr, Arte
Das Feelgoodmovie »Heute bin ich Samba« über einen illegalen Migranten in Paris balanciert auch dank des Charmes von Omar Sy unterhaltsam zwischen Dur und Moll, verstolpert sich aber mit einer aufgesetzt wirkenden Romanze.

Roads (2019)

09. Juli, 01:10 Uhr, WDR
»Victoria«-Regisseur Sebastian Schipper schickt einen geflüchteten Kongolesen und einen Engländer durch Europa: ein holprig geratenes Roadmovie mit einer arg pädagogischen Flüchtlingsgeschichte, das als Buddymovie dennoch gut funktioniert.