Kritik zu Home – Ein smektakulärer Trip

© 20th Century Fox

2015
Original-Titel: 
Home
Filmstart in Deutschland: 
26.03.2015
Musik: 
L: 
94 Min
FSK: 
keine Beschränkung

Im neuen Dreamworks-Animationfilm trifft die zwölfjährige Trip auf das außerirdische Knuddelwesen Oh. Es beginnen eine wunderbare Freundschaft und die üblichen Abenteuer

Bewertung: 2
Leserbewertung
3
3 (Stimmen: 2)

Sie sehen aus wie eine Mischung aus »Yoghurt Gums« und den gelben Minions aus den Ich, einfach unverbesserlich-Filmen. Während Letztere ihre Hyperaktivität mit konsequenter Tollpatschigkeit und frechem Gestus zu kompensieren wissen, ist der Held aus Home bedauerlicherweise vor allem eines: nervig. Er heißt Oh und gehört der außerirdischen Spezies der Boovs an, lemmingartigen Knuddeltierchen, die auf der Flucht vor interstellaren Feinden auf der Erde landen – und sich zur spontanen Kolonisierung entschließen. Per Riesenstaubsauger wird die menschliche Großstadtbevölkerung aus ihren Wohnungen geschlürft und in gesichtslosen Neubausiedlungen in Suburbia geparkt. Dabei geraten Oh und die 12-jährige Tip aneinander: Der schusselige Außerirdische muss sich aus einem Malheur befreien, das Mädchen seine Mutter wiederfinden. Aus dem ungleichen Paar wird mit den Mitteln des Roadmovies eine unschlagbare Zweckgemeinschaft.

Grell, überdreht, pinkfarben: Regisseur Tim Johnson (Ab durch die Hecke) hat das populäre Kinderbuch »The True Meaning of Smekday« von Adam Rex verfilmt und lässt es wie einen lebendigen Mädchenzimmertraum aussehen. In der Originalfassung wurde ordentlich Geld in der Sprecherkabine ausgegeben – Popstar Rihanna, Steve Martin und Jim Parsons aus der Big Bang Theory lassen hier die Wörter purzeln. In der deutschen Fassung ist unter anderem Bastian Pastewka zu hören.

Wie viele Animationsfilme seiner Zunft zitiert auch Home hier und da Science-Fiction-Klassiker wie Krieg der Sterne oder Zurück in die Zukunft. Statt eines fliegendem DeLorean-Autos samt Fluxkompensator wird das fliegende Vehikel hier originell mit Slush-Eisgetränken angetrieben. Aber: Die Filme der Pixar-Kollegen geraten deutlich liebvoller – Home nur ein kurzweiliger Bilderrausch, der wie ein Zuckerflash nach zu viel Süßigkeiten auf einem Mädchengeburtstag wirkt.

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