Kritik zu Criminal Squad

© Concorde Filmverleih

2018
Original-Titel: 
Den of Thieves
Filmstart in Deutschland: 
01.02.2018
S: 
Musik: 
L: 
125 Min
FSK: 
Ohne Angabe

Gerard Butler und Pablo Schreiber liefern sich im Regiedebüt des Drehbuchautors Christian Gudegast (»London Has Fallen«) als harte Männer auf den entgegengesetzten Seiten des Gesetzes ein bleigesättigtes Duell

Bewertung: 2
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»Wir sind wie eine Gang. Nur Cops«, erklärt »Big Nick« Flanagan (Gerard Butler) und hält dem zitternden Gefangenen seinen tätowierten Arm vor die Nase. »Regulators« steht da auf der Haut, die das üppige Muskelfleisch umhüllt. Den Namen hat sich die Elitetruppe des »Los Angeles Sheriff's Department« gegeben, die tagtäglich gegen das Schwerverbrechen ins Feld zieht und sich in ihren Ermittlungsmethoden wenig zimperlich zeigt. Zurzeit sind die polizeilichen Regulatoren hinter einer hochprofessionellen Bankräubertruppe her. Ebenfalls alles knallharte Kerle mit finsteren Visagen und US-Marines-Ausbildung. Ihr Anführer Ray Merrimen (Pablo Schreiber) plant einen 30 Millionen schweren Coup auf die hoch gesicherte Federal Reserve in Downtown L.A. Dank ihrer ausgefeilten Vernehmungstechniken haben die Gesetzeshüter von den Plänen erfahren. So als normaler »Tatort«-Zuschauer würde man nun denken: observieren und in die Falle laufen lassen. Aber unser Big Nick hat nichts Besseres zu tun, als in einem Sushi-Restaurant seinen Informanten vor versammelter Gangsterschar auffliegen zu lassen und sich direkt mit Merrimen anzulegen.

Schon bald merkt man, dass man mit den Gesetzen kriminalistischer Logik in Christian Gudegasts Actionthriller »Criminal Squad« nicht sehr weit kommt. Hier regiert das Testosteron. Dabei übertreten die Hahnenkämpfe der aufgeplusterten Kerle immer wieder die Grenze zur unfreiwilligen Karikatur. Gesprochen wird meist mit zusammen­gebissenen Zähnen oder aufgerissenem Raubtiergebiss. Wenn überhaupt. Oft ergehen sich die Alphatiere in minutenlangen Blickduellen oder ballern im Schießstand um die Wette, bevor sie wieder vielsagend schweigend auseinandergehen. Auf 140 Kino­minuten zerdehnt Gudegast sein bleigesättigtes Machogeplänkel, das vor Breitbeinigkeit kaum noch laufen kann. Der einzige Satz, der während der ganzen Laufzeit von einer Frau eingesprochen wird, lautet dann auch passenderweise: »Ich habe getan, was du von mir verlangt hast.«

Meinung zum Thema

Kommentare

Nur eine Frau spricht? stimmt nicht ,140 min Stimmt nicht .Der Film erzählt Tatsächlich eine Geschichte oder auch Polt genannt und der ist gut weil nicht offensichtlich wie sonst so oft in Filmen dieser Art. was der Autor der Kritik völlig übersehen hat oder nicht sehen will. Wenn mir ein Genre nicht gefällt sage ich das zu Beginn der Kritik und verschweige es nicht , dieser Film erhebt nicht den Anspruch auf Cineastische Brillanz sondern auf Kurzweil und Spannung und genau das bietet er auch ohne alte Geschichten neu zu verkaufen .. von daher schadet es nicht auch mal „from Out oft he Box“ einen Film zu bewerten. der Film wird sein Geld bringen was wirklich schlimm an diesem Film ist ist der Deutsche Titel der geht garnicht

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