Vincent Lacoste

Als Schauspieler/in:

Die Tragikomödie »Victoria« über eine Strafverteidigerin (Virginie Efira), der die Grenzziehung zwischen Beruf und Privatleben nicht gelingen will, ist eine hintergründige Studie über Rolle und Identität
»Saint Amour« ist ein maskulines französisches Feelgoodmovie voller böser poetischer Widerhaken vom stets zwischen Skurrilität und Melancholie schwankenden Regie-Duo Delépine und Kervern
Eine alleinerziehende Mutter merkt nicht, dass ihr erwachsener Sohn ihr mögliches neues Liebesglück aktiv hintertreibt. »Lolo« ist eine allzu brave Komödie der intellektuellen Drama-Queen Julie Delpy, die hier auch Regie führt
Vor dem Hintergrund des Booms französischer House-Musik in den 90er-Jahren erzählt Mia Hansen-Løve die Geschichte einer Gruppe von Freunden. Ein junger DJ lebt seine Leidenschaft für die Musik hemmungslos aus, doch die Intervalle zwischen Euphorie und Melancholie werden immer kürzer
Die politisch nicht korrekte Satire des Filmemachers und »Charlie Hebdo«-Cartoonisten Riad Sattouf geißelt das Frauenbild in traditionellen muslimischen Gesellschaften. Thematisch relevant, mit Abstrichen in der B-Note
Riad Sattouf rückt mit unnachgiebiger Konsequenz die übermächtigen erotischen Sehnsüchte männlicher Frühpubertät in den Mittelpunkt seines vielversprechenden Debüts »Jungs bleiben Jungs« und liefert damit ein notwendiges Gegengift gegen die Definitionsmacht amerikanischer Highschool-Komödien