Luc Barnier

Cutter/in von:

Mit unaufdringlichem Zeitkolorit erzählt Olivier Assayas von den gesellschaftlichen Umbrüchen seiner Jugend: Ein Lehrstück darüber, wie sich die Vergangenheit im Kino in Gegenwart verwandeln lässt.
Die visuell berauschende Erotikfabel schildert die Überkreuzaffären zweier befreundeter Mütter und ihrer Söhne in einem australischen Strandparadies. Doch die Balance zwischen surreal angehauchtem Liebestraum und Realität führt zu einem verquasten Ende
Die souveräne Regie von Benoît Jacquot sorgt bei »Leb wohl, meine Königin!« auch bei historischem Thema für einen moderner Film mit lebendigen Figuren, die, jede auf ihre Art, mit einer einmaligen Umwälzung kämpfen, die sich wiederum in der ganzen Machart spiegelt
Ein routiniert geschriebenes und großartig gespieltes screwball-komödiantisches Stückchen, das mit der Huppert und Benoît Poelvoorde erstmals zwei große frankophone Komödianten auf der Leinwand zusammenbringt
Komödie über einen belgischen Zöllner, der mit einem verhassten französischen Kollegen zusammenarbeiten muss. Dany Boons Nachfolgefilm zu den »Sch‘tis« ist schlecht geschrieben, langweilig inszeniert und nicht lustig
Der Sprung ins Leere ist ein Mandat, das Benoît Jacquot seinen Charakteren immer wieder anträgt. Isabelle Huppert brilliert als Musikerin, die den Vertrag mit ihrem bisherigen Leben aufkündigt und in eine ungewisse Zukunft aufbricht
Olivier Assayas' episches Biopic über den berüchtigten Terroristen Carlos entkleidet den Mythos, ohne ihm ein neues Kostüm zu verpassen. Eine faszinierende historische Recherchereise in die 70er und 80er Jahre, mitreißend, vieldeutig und opulent