Janusz Kaminski

Kammeramann/frau von:

Spielbergs filmische Version eines weltumspannenden Computerspiels beginnt grandios, doch das visuelle Feuerwerk verliert alsbald seinen Reiz
Katharine Graham war eine der legendären Medienpersönlichkeiten der USA. In seinem neuen Film erzählt Steven Spielberg von jenen Umbruchstagen im Jahr 1971, als sich in der kultivierten, freundlichen Frau an der Spitze der »Washington Post« die »eiserne Lady des US-Journalismus« offenbarte. »Die Verlegerin« ist ein Appell für Meinungs- und Pressefreiheit und vereint erstmals drei Hollywoodlegenden in der ­Zusammenarbeit: den Regisseur selbst, ­Meryl Streep in der Titelrolle und Tom Hanks als Chefredakteur Ben Bradlee. Unlängst schrieb die »Washington Post« diesbezüglich »Icons playing icons«
Verfilmung des Roald-Dahl-Klassikers über die Freundschaft eines Waisenmädchens zu einem Riesen: Trotz brillanter Einzelszenen und eines exzellenten Mark Rylance als Riese wirkt Steven Spielbergs »BFG: Big Friendly Giant« insgesamt allzu routiniert und harmlos
Spielberg erzählt die historischen Ereignisse um den ersten Agentenaustausch auf der Glienicker Brücke 1962 als klassischen Kalter-Krieg-Thriller
Tonal unausgegorenes Vater-Sohn-Drama, überlang, mit Konflikten und Personal überfrachtet und von David Dobkin mit dem Holzhammer inszeniert
Spielberg baut sein Präsidentenporträt zu einem spannenden Politkrimi aus, in dem Lincoln von einem wunderbaren Daniel Day-Lewis ohne Tour-de-Force-Allüren als besonnene und sehr menschliche Figur gezeichnet wird
Spielbergs Verfilmung des Jugendromans über die Erlebnisse eines Pferdes in den Wirren des Ersten Weltkriegs ist zwar visuell beeindruckend, aber es fehlt ihr an emotionaler Wahrhaftigkeit. Für Kinder zweifellos ein eindrucksvolles Erlebnis, trotz manch sehr intensiver Kriegsszenen
Die Erinnerung wird zur letzten Zuflucht: Julian Schnabel hat den autobiografischen Bestseller von Jean-Dominique Bauby verfilmt – als Abrechnung, die zugleich eine Aussöhnung mit dem Leben ist
Spielberg präsentiert Tom Cruise als geschiedenen Vater, der im Verlauf einer außerirdischen Invasion seine Kinder beschützen muss. Solides Spannungskino, bewusst der Verfilmung aus den Fünfzigern verpflichtet - leider nicht mehr