Hans Löw

Als Schauspieler/in:

Und plötzlich sind alle anderen Menschen einfach weg: »In My Room« ist ein faszinierendes Gedankenspiel von Ulrich Köhler über die Möglichkeiten und Grenzen persönlicher Freiheit
So wie die oft strapazierte Redewendung heißt das Spielfilmdebüt der Regisseurin Eva Trobisch: »Alles ist gut«. In ihm verkörpert Aenne Schwarz eine Frau Mitte 30, die ihr Leben mittels fortwährender Beschwichtigungstaktik absolviert – bis sie implodiert, bevor sie erstickt an all den unbewältigten Konflikten, die sich in ihr akkumuliert haben. Trobisch inszeniert das als stille Eskalation. Ein ungewöhnlicher Film mit einer herausragenden Darstellerin
Helene Hegemann erzählt in der Adaption ihres eigenen Romans von den wilden Streifzügen der jungen Berlinerin Mifti. »Axolotl Overkill« überzeugt trotz einiger Durchhänger mit cleveren Dialogen, Herz und Attitüde
Sonja Heiss' Versuch, eine Angststörung komödiantisch zu bebildern, lebt von einer schillernden Hauptfigur, die von Laura Tonke zuweilen etwas manieriert gespielt wird
Geistig behinderter Vater und seine 13-jährige Tochter versuchen, das Leben gemeinsam zu bewältigen. TV-Movie der banalsten Art, das sämtliche Konflikte in belangloser Nettigkeit verenden lässt