Dan Laustsen

Kammeramann/frau von:

Genre-Maestro Guillermo del Toro erzählt die Liebesgeschichte zwischen einer stummen Frau und einem menschenähnlichen Wasserwesen als fantastisches Märchen für Erwachsene – eine Mischung aus Genre-Hommage und moralischem Gleichnis. »Shape of Water« ist hervorragend gespielt und mit souveräner Leichtigkeit inszeniert
Zwei frustrierte Ehemänner in der dänischen Provinz heuern einen russischen Auftragskiller an, um sich ihrer Frauen zu ent­ledigen. »Small Town Killers« ist eine schwarze Komödie, die sich in ihrer politischen Unkorrektheit sonnt, aber den Figuren – mit Ausnahme des Killers – kaum Entwicklungsmöglichkeiten zugesteht
Im zweiten Teil der Saga um den von Keanu Reeves gespielten Profikiller John Wick setzt Regisseur Chad Stahelski seine Ideen von einem Actionkino, das konsequent mit den heutigen Inszenierungskonventionen des Genres bricht, noch konsequenter um
Aus dem Buddymovie destilliert der israelische Regisseur Eran Riklis mit viel Gespür für die Absurditäten, die der Nahostkonflikt hervorbringt, das wahrhaftige Bild einer Kindheit zwischen Krieg und Abenteuer
In seinem zweiten in den USA entstandenen Film »Possession – Das Dunkle in dir« bedient Ole Bornedal so ziemlich alle Konventionen des Exorzisten-Kinos. Große Innovationen hält die Geschichte aber nicht bereit
Man darf es der schwedischen Autorin Marianne Fredriksson und der Regisseurin Lisa Ohlin sicher nicht vorwerfen, dass sie sich mit dieser »Versöhnungsgeschichte« einen leichteren Zugang zum Thema Holocaust verschafft haben. Das »Anderssein« wird hier in eine überzeugende Parabel gegossen, die allenfalls in ihrer filmischen Umsetzung nicht durchgängig gelungen ist