E-Mail an... Juliane Köhler

Kurz angefragt, schnell beantwortet. Prominente über ihre Vorlieben und Filmerfahrungen
Juliane Köhler »Der Hund begraben« (2016) © Glory Film

Juliane Köhler »Der Hund begraben« (2016) © Glory Film

Juliane köhler, 51, spielte in Aimee & Jaguar, Nirgendwo in Afrika und Das Blaue vom Himmel, ist oft im Fernsehen und spricht Hörspiele. Ihr neuer Film Der Hund begraben startet im März (23.03.2017).

Der erste Film, den Sie im Kino gesehen haben?
»Little Big Man« mit Dustin Hoffman. Ich war 12 und total fasziniert.
Welchen Film schauen Sie immer wieder?
»A History of Violence« von David Cronenberg. Darin geht es um einen Mann, den die eigene Vergangenheit einholt. Das ist für mich eins der spannendsten Themen überhaupt. Es ist auch unglaublich gut gespielt. Der Film erinnert mich an »Zwei Leben«. In dieser deutsch-norwegischen Koproduktion spiele ich eine Stasiagentin, die auch von der Vergangenheit eingeholt wird. »A History of Violence« war dabei eine große Vorlage für mich.
Welche Fernsehserie verfolgen Sie gerade?
Die letzte Serie, die ich komplett gesehen habe, war »Breaking Bad« – so spannend, dass ich Tag und Nacht davorsaß. Aus Zeitgründen traue ich mich aktuell aber an keine neue Serie heran.
Welcher Film hat Sie zuletzt beeindruckt?
»Paula«. Das ist ein sehr schönes Frauenporträt, ganz uneitel. Auch die Schauspielerin – Carla Juri – ist sehr uneitel. Der Regisseur zeichnet hier ein bezauberndes Bild der Malerin, das gleichzeitig die Nöte der Frauen zu dieser Zeit schildert.
Auf welchen Film freuen Sie sich?
Auf »Django«, das Porträt des Jazzmusikers Django Reinhardt.
Ihr/e Lieblingsschauspieler/in?
Meryl Streep. Weil sie jede ihrer Figuren rechtfertigt. Sie ist extrem authentisch und niemals eitel, übertrieben oder selbstverliebt. Sie geht immer sehr demütig mit ihren Rollen um, und das fasziniert mich.
Wer oder was ist unterschätzt?
Das Können der Frauen. Immer wieder neu. Ganz ­extrem kann man es bei den Komponistinnen oder ­Dirigentinnen sehen. Bei künstlerischen Berufen in diesem Fach sind Frauen immer noch so stark unterschätzt.
Ein Lieblingsfilm, der ein bisschen peinlich ist?
»Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« mag ich sehr gerne. Das ist mir aber eigentlich auch gar nicht peinlich. Ich sehe gerne Kinderfilme, und vor allem den.
Was sammeln Sie?

Ich sammle nichts und habe kein Sammelbedürfnis. Ich miste lieber aus und befreie mich von Ballast.
Ihr Lebensmotto? Oder Lieblingszitat?
»Vielleicht gibt es schönere Zeiten. Aber diese ist die unsere.« Von Jean-Paul Sartre.
Der beste Platz im Kino?
Am liebsten sitze ich hinten in der Mitte.

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