Kritik zu Die Schadenfreundinnen

© 20th Century Fox

2014
Original-Titel: 
The Other Woman
Filmstart in Deutschland: 
01.05.2014
P: 
Musik: 
A: 
L: 
109 Min
FSK: 
Ohne Angabe

Leslie Mann und Cameron Diaz beginnen als betrogene Ehefrau und Liebhaberin eine schräge Freundschaft, die leider früh in einen Plot um die Rache am Ehemann mündet

Bewertung: 1
Leserbewertung
1.5
1.5 (Stimmen: 2)

Es ist kein aufregend neues Konzept für eine Komödie, aber immerhin gegen den Strich gedacht: Was, wenn eine Ehefrau erfährt, dass ihr Mann sie mit einer anderen betrügt – aber statt Rache dann die Freundschaft der Konkurrentin sucht? Doch leider setzen die Macher von Die Schadenfreundinnen diese doch nur leicht gegenläufige Idee dann wieder um so konventioneller um.

Da will also die erfolgreiche Rechtsanwältin Carly (Cameron Diaz) ihren neuen Liebhaber Mark (Nikolaj Coster-Waldau) in dessen Heim überraschen – und steht vor seiner Gattin Kate (Leslie Mann), von deren Existenz sie bislang nichts wusste. Für Carly hat sich die Affäre damit erledigt – für Ehefrau Kate jedoch nicht. Als heulendes Häuflein Elend macht sie am nächsten Tag das Büro von Carly unsicher. Es ist der Beginn einer nicht ganz so wunderbaren Freundschaft.

Zunächst hat die Situation durchaus komisches Potenzial: Diaz und Mann machen das Beste aus der Konstellation, in der sich das Hausmütterchen Rat holt bei der flotten Liebhaberin und diese nach Kräften versucht, deren verkümmertes Selbstbewusstsein so weit aufzubürsten, dass sie den Mann verlässt. Doch als die entsprechenden Gags ausgereizt sind, kommen sie auf die altbackene Idee, gemeinsam Rache zu üben. Und wie als Anzeichen dafür, dass der Drehbuchschreiberin dieser Einfall doch nicht ganz so genial vorkam, wird noch eine dritte Konkurrentin eingeführt. Beim Auf-der-Lauer-Liegen entdecken Kate und Carly, dass ihr guter Mark sich beim Strandurlaub eine weitere Freundin zugelegt hat. Die ist nicht nur jung, hübsch und sexy, sondern auch noch ausgesprochen nett. So nett, dass sie sich von den beiden Damen sehr schnell überzeugen lässt, am Racheplot mitzuwirken.

Der Film hat einen Konstruktionsfehler. Die drei Damen haben eine hübsche Dynamik der Gegensätze, der Mann aber, um den sich alles dreht, bleibt völlige Leerstelle. Was den Anstrengungen der drei – und dem Lachen darüber – jeden Biss und Sinn raubt.

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