Bigelow vs. Cameron: Bei der 82. Oscar-Verleihung triumphierte “The Hurt Locker”
Als erste Frau nahm Kathryn Bigelow am vergangenen Sonntag für ihren Film „The Hurt Locker“ den Regie-Oscar entgegen und behauptete sich gegen den großen Favoriten „Avatar“ ihres Ex-Mannes James Cameron. Mit insgesamt 6 Oscars setzte sich die Independent Produktion „The Hurt Locker“, der die Arbeit der Bombenentschärfer der US-Armee im Irak zeigt, gegen Camerons 3D-Spektakel „Avatar“ durch, der in den Hauptkategorien leer ausging. In der Kategorie „bester fremdsprachiger Film“ musste sich Michael Hanekes „Das weiße Band“ gegen den argentinischem Film „El Secreto de Sus Ojos“ von Juan José Campanella geschlagen geben. Der Film beschäftigt sich mit den Jahren der Militärdiktatur. Als bester Hauptdarsteller gewann der bereits zum fünften Mal nominierte Jeff Bridges den Oscar für seine Rolle als abgehalfterter Country-Star in „Crazy Heart“. Sandra Bullock wurde in der Kategorie weibliche Hauptdarstellerin gleich doppelt ausgezeichnet: Neben dem Oscar für ihre Rolle in „Blind Side“ gewann sie auch die „Goldene Himbeere“ als schlechteste Schauspielerin – die allerdings schon einen Tag vorher und für „Verrückt nach Steve“. Für seine Rolle als charmanter SS-Offizier in Tarantinos „Inglourious Basterds“ durfte Christoph Walz an diesem Abend eine goldene Trophäe als bester Nebendarsteller entgegen nehmen.
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