Triumphal – „Ein Prophet“ siegt bei der 35. César-Verleihung in Paris
Deutlicher Sieger der 35. Verleihung des französischen Filmpreises César am Wochenende ist Jacques Audiards Gefängnisfilm „Ein Prophet“. Und mit ihm gewann sein junger Hauptdarsteller Tahar Rahim. Der 28-Jährige wurde für seinen ersten großen Kinofilm - erstmalig in der Geschichte der Césars - sowohl als bester Schauspieler als auch als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Ihren fünften César erhielt Isabel Adjani als beste Hauptdarstellerin für „Heute trag ich Rock“. Der Preis für den besten ausländischen Film ging an Clint Eastwoods „Grand Torino“. Mit neun Auszeichnungen, unter anderem für den besten Film, die beste Regie und das beste Drehbuch, im Rücken geht Audiards Film nun für Frankreich ins Rennen um die Oscars. In der Kategorie bester ausländischer Film tritt er gegen Michael Hanekes „Das weiße Band“ an, dem er in Cannes noch die goldene Palme überlassen musste – „Ein Prophet“ bekam dort zum Ausgleich den großen Preis der Jury. Jacques Audiard, in Frankreich für seine kunstvollen Genre-Filme gefeiert, ist in Deutschland mit „Der wilde Schlag meines Herzens“ (2005) bekannt geworden. Sein Gefängnisdrama „Ein Prophet“ erzählt die Geschichte des 19-jährigen Häftlings Malik El Djebena, der zu sechs Jahren Haft verurteilt in der brutalen Knasthierarchie ums Überleben kämpft und unter dem Schutz der korsischen Mafia seine zweite kriminelle Karriere beginnt. Ab dem 11. März ist „Ein Prophet“ auch in deutschen Kinos zu sehen. Nicht nur die Preisträger wurden gefeiert. Vielmehr wurde bei der Gala auch an Eric Rohmer gedacht. Der Regisseur, Kritiker und einer der Väter der Nouvelle Vague, war Anfang Januar im Alter von 89 Jahren verstorben . epd Film Abonnement © epd Hinweis zum Urheberrecht |
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