Talentierte Schönheit – Nach 60 Jahren vor der Kamera erlag die britisch-amerikanische Schauspielerin Jean Simmons ihrem Krebsleiden
Jean Simmons, die aus Stanley Kubricks „Spartacus“ bekannte Schauspielerin, ist am 22. Januar im Alter von 80 Jahren gestorben. Bereits als 14-Jährige stand Simmons das erste Mal vor der Kamera. Die damals noch völlig unerfahrene Schauspielerin startete 1944 mit ihrer ersten Rolle in Val Guests „Give Us the Moon“ ihre erfolgreiche Karriere. In über 50 Spielfilmen und fast ebenso zahlreichen TV-Produktionen war die als makellose Schönheit geltende Britin zu sehen. Zuletzt stand Simmons 2009 in dem britischen Drama „Shadows of the Sun“ vor der Kamera, das noch nicht in Deutschland im Kino gelaufen ist. Weltweit bekannt wurde sie bereits vier Jahre nach ihrem Filmdebüt, als sie in Laurence Oliviers „Hamlet“-Verfilmung (1948) die Ophelia spielte. Zudem erhielt die damals 19-Jährige ihre erste Auszeichnung bei den Filmfestspielen in Venedig sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Weitere Auszeichnungen und Nominierungen folgten, 1969 wurde sie erneut für den Oscar nominiert, diesmal als beste Hauptdarstellerin in Richard Brooks’ „Happy-End für eine Ehe“ (1969. Für ihre Vielseitigkeit bekam sie den Ehren-Golden-Globe. Privat lief es für die Schauspielerin nicht so glücklich wie vor der Kamera. Nach zehn Jahren wurde ihre erste Ehe mit Steward Granger 1960 geschieden. Kurze Zeit später heiratete sie den Regisseur Richard Brooks. Doch auch diese Ehe ging in die Brüche und wurde 1977 geschieden. Aus beiden Ehen hat Simmons eine Tochter. Ihre Karriere führte sie mit vielen Hollywoodstars zusammen. Mit Marlon Brando spielte sie etwa 1954 in Henry Kosters „Desirée“ zusammen, sie war an der Seite von Burt Lancaster in „Elmer Gantry“ (1960) von Richard Brooks zu sehen und neben Cary Grant in „Vor Hausfreudnen wird gewarnt“ (1960). In den achtziger und neunziger Jahren trat sie vor allem in TV-Serien wie „North and South“ auf. 1995 kehrte die Schauspielerin mit „Ein amerikanischer Quilt“ auf die Kinoleinwand zurück, diesmal an der Seite von Winona Ryder und Anne Bancroft. Sophia Grundhoff
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