Indy auf der Croisette: Das Programm des 61. Filmfestivals von Cannes steht fest


  

19 Filme für das Wettrennen um die Goldene Palme hat Festivalleiter Thierry Frémaux auf der Programm-Pressekonferenz am 23. April bekannt gegeben. Darunter sind unter anderem „The Palermo Shooting“(Foto) von Wim Wenders, „Che“ von Steven Soderbergh, „Changeling“ von Clint Eastwood, „Le Silence de Lorna“ von Jean-Pierre und Luc Dardenne und „Synecdoche, New York“, mit dem der Drehbuchautor Charlie Kaufman sein Debüt als Regisseur gibt. Gleich zwei Regisseure aus Italien, das im letzten Jahr mit keinem Beitrag vertreten war, konkurrieren um die Goldene Palme: der Nachwuchsregisseur Matteo Garrone mit „Gomorra", dem nach dem gleichnamigen Bestseller entstandenen Film über die Macht der Camorra, und Paolo Sorrentino mit "Il Divo". Nur wenige Beiträge kommen in diesem Jahr aus Asien und Frankreich, keiner aus Österreich.

Außer Konkurrenz laufen im Wettbewerb des Festivals, das am 14. Mai beginnt, als Eröffnungsfilm der von seinen Fans bereits sehnsüchtig erwartete 4. Teil der Indiana-Jones-Saga, „Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull“, Woody Allens „Vicky Cristina Barcelona“, Kim Jee-woons „The Good, the Bad, the Weird“ und „Kung Fu Panda“ von Mark Osborne und John Stevenson.

Um den Preis „Un Certain Regard“ bewerben sich unter anderem James Toback, Amat Escalante und Regieneulinge wie Pierre Schoeller, Ruben Östlund, Sergey Dvortsevoy und Antonio Campos. Daneben gibt es auch wieder den Kurzfilm-Wettbewerb: neun Filme werden in diesem Rahmen präsentiert, etwa „Jerrycan“ (Julius Avery), „El Deseo“ (Marie Benito), „My Rabbit Hoppy“ (Anthony Lucas) und „Love You More“ von Sam Taylor-Wood.

Die Jury setzt sich dieses Jahr unter Leitung des amerikanischen Schauspielers und Regisseurs Sean Penn („Into the Wild“) aus dem italienischen Schauspieler und Regisseur Sergio Castellitto („Bella Martha“), der israelisch-amerikanischen Schauspielerin Natalie Portman („Star Wars Episode I-III“), dem mexikanischen Regisseur Alfonso Cuarón („Children of Men“), dem thailändischen Regisseur Apichatpong Weerasethakul („Tropical Malady“), der deutschen Schauspielerin Alexandra Maria Lara („Control“) und dem französischen Regisseur Rachid Bouchareb („Indigènes“) zusammen. In der „Certain Regard“ Jury arbeitet Fatih Akin („Auf der anderen Seite“) mit.

Jurypräsident Sean Penn wird mit „The Third Wave“ von Alison Thompson als „The Jury President’s Screening“ einen Film vorstellen, in dem vier Menschen nach dem Tsunami von 2004 in die davon betroffenen Gebiete reisen.

Deutschland ist nicht nur mit Wim Wenders auf dem Festival vertreten, sondern auch durch Andreas Dresen (sein „Wolke 9“ läuft in der Sektion „Un Certain Regard“) und Jan Speckenbach („Gestern in Eden“, Sektion „Cinéfondation“).


 


 


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