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Kurzfilme und Kinokompetenz - Zwei Angebote der Kommunalen Kinos
Der Bundesverband Kommunale Filmarbeit veranstaltet vom 11. - 13. Mai den Bundeskongress „KinoKompetenz. 24 x Bildung pro Sekunde“ in Stuttgart. Kooperationspartner sind der Landesverband der Kommunalen Kinos in Baden-Württemberg und das Kommunale Kino Stuttgart, das auch Austragungsort ist. Um dem komplexen Medium Film gerecht zu werden, reicht es nicht aus, nur Filme zu zeigen. Es muss auch Medienkompetenz vermittelt werden, die es schon Heranwachsenden ermöglicht, kritisch mit Filmen umzugehen. Da die Beschäftigung mit dem Kino in den Schulen nur am Rande vorkommt und Filmgeschichte so gut wie gar nicht, sehen sich die Kommunalen Kinos hier in der Verantwortung. Wie Kinobesitzer und Programmplaner Kinder und Jugendliche für ihr Medium gewinnen können, auch für Klassiker, darüber soll auf dem Kongress diskutiert werden. Workshops, offene Panels und ein Marktplatz bieten Fachbesuchern und allen anderen Interessierten vielfältige Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch. An 14 Ständen stellen u.a. Filmmuseen, Kinos und Medienprojekte ihre pädagogische Arbeit vor. Der Samstag steht ganz im Zeichen des Workshops, in dem Kinobetreiber zusammen mit Filmemachern neue Wege erarbeiten wollen, Filmgeschichte anschaulich zu präsentieren. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Kommunalen Kinos ist der Kurzfilm. Unter dem Titel „Deutscher Kurzfilmpreis unterwegs 2006“ touren noch bis zum August die nominierten Filme durch deutsche Filmtheater. Den Kurzfilmpreis in Gold für Spielfilme gewannen im vergangenen Jahr "Zigarettenpause" von Ralf Stadler in der Kategorie bis sieben Minuten sowie "Fair Trade" von Michael Dreher in der Kategorie sieben bis 30 Minuten. Stadler zeigt die Zukunft des Jahres 2034 als Wiederkehr der Vergangenheit, der Stimmung im Russland der 1940er Jahre. Dreher beschreibt den florierenden Babyhandel zwischen Nordafrika und Europa. Erstmals sind auch die beiden Gewinnerfilme des „Short Tiger“, den die Filmförderungsanstalt FFA vergibt, mit im Programm der Tournee: Daniel Nocke beschreibt in "Kein Platz für Gerold" die Tücken des WG-Alltags. "Hattenhorst" von Ove Sander ist eine Hommage an die Goldene Ära eines Kinos, die unwiederbringlich vorbei ist. Aber die Kommunalen Kinos leisten auch weiterhin ihren Beitrag, damit wenigstens die Faszination und die Geschichte des Films erhalten bleiben. http://www.kommunale-kinos.de/
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