von Barbara Schweizerhof
Mit jedem seiner Filme polarisiert François Ozon das Publikum aufs Neue. Der französische Regisseur gehört zu den erfolgreichsten seiner Generation, aber nicht unbedingt zu den beliebtesten. Gerade das macht ihn so interessant. Findet Barbara Schweizerhof, die den Regisseur vor dem Start seines neuen Films Angel in Paris traf.
In Angel geht es um eine Autorin von Trivialliteratur, also um jemanden, der schlechte Kunst macht. Was hat Sie daran interessiert?
An der Figur von Angel interessiert mich ihre Fantasie und weniger, ob sie eine gute oder schlechte Autorin ist. Dass sie kreativ ist, ist wichtig. In Die Zeit die bleibt weiß man zum Beispiel auch nicht, ob die Hauptperson ein guter Fotograf ist. Es ist darüber hinaus immer schwierig, ein Genie darzustellen. Wissen Sie, es hat etwas Peinliches, von einer Figur einfach zu behaupten: Hier haben wir ein Genie.
Aber bei Angel ist das Triviale für den Film doch ein wichtiges Thema?
Das stimmt. Man muss Angels Arbeit verstehen, um zu begreifen, wie sie ihr Leben führt, warum sie so viele Fehler macht. Ihre Bücher sind eskapistisch, und auch im Leben zieht sie es vor, in ihren Tagträumen zu bleiben. Sie akzeptiert nichts, was nicht hineinpasst.
Ist es das, was sie zu einer schlechten Künstlerin macht?
Ich glaube, dass Angel echtes Talent hat. Sie hat Fantasie und fängt sehr jung mit dem Schreiben an. Da ist sie 16 und schreibt, wie eine 16-Jährige eben schreibt. Dann hat sie Erfolg, und weil sie so erfolgreich ist, gibt es keinen Druck zur Veränderung, zur Fortentwicklung mehr. Für einen Künstler ist das verheerend: Sich nicht mehr vorwärtszubewegen und weiterzuentwickeln. Statt immer wieder nach neuen Erfahrungen zu suchen, wie es für einen Künstler gut wäre, zieht Angel es vor, in ihrer kleinen Welt zu bleiben.
Der frühe Erfolg verdirbt also?
Für einen Künstler kann es sehr gefährlich sein, zu früh Erfolg zu haben. Denn das verurteilt einen dazu, immer wieder das Gleiche zu machen. Für mich als Regisseur war es gut, mit einem kleinen Film anzufangen und Schritt für Schritt weiterzukommen. Wenn man schnell Erfolg hat, kann das sehr lähmend sein.
Es gibt in Ihrem Film auch die Figur des guten Künstlers, das ist der Maler Esmé.
Mir gefiel das Widersprüchliche daran: Im Buch von Elizabeth Taylor ist Esmé genau wie Angel ein schlechter Künstler. Aber ich fand das zu traurig: eine schlechte Schriftstellerin und ein schlechter Maler. Ich wollte mit Esmé einen Künstler zeigen, der nicht verstanden wird, der erst nach Jahren Anerkennung findet, so wie das oft geschieht in der Geschichte. Erst nach dem Tod berühmt zu werden, das hat etwas Ironisches. Es ist natürlich auch traurig, denn es ist sehr wichtig für einen Künstler, noch zu Lebzeiten Erfolg zu haben.
Ein Anzeichen dafür, dass er ein „guter“ Künstler ist, ist ja, dass Esmé Zweifel hat.
Einerseits ist es gut, Zweifel zu haben, aber man darf natürlich auch nicht zu viele haben. Esmé im Film hat vielleicht zu viele, während es die besondere Stärke von Angel ist, keine Zweifel zu haben. Dieser Widerspruch hat mich interessiert; sie sind zwei entgegengesetzte Extreme. Für einen Künstler ist es besser, irgendwo dazwischenzustehen.
Trivialliteratur gilt im Allgemeinen als vorwiegend weibliches Genre. Glauben Sie?
Ich stelle mir ja diese Art von Fragen nicht. Es stimmt, es sind mehr Frauen, aber unter den Autoren gibt es auch Männer. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass Frauen einen größeren Hang zum Träumen haben, während Männer eben die „Action“ bevorzugen.
Waren Sie überrascht über die zwiespältigen Reaktionen des Publikums auf den Film während der Berlinale?
Nun, ich habe für den Kinostart die Fassung, die auf der Berlinale lief, um fast 15 Minuten gekürzt. Die zweite Hälfte ist nun knapper, vielleicht auch ein wenig trauriger. Ein Freund von mir sagte, die längere Version sei mehr wie Billy Wilder, während die kürzere an William Wyler erinnere. Ich mag beide, deshalb bin ich ganz glücklich damit.
An der Figur von Angel, gespielt von Romola Garai, scheiden sich die Geister. Entweder man mag sie oder man kann sie kaum ertragen.
Das ist doch immer so in meinen Filmen: Meine Figuren sind nie besonders „nett“ oder leicht zu mögen. Sogar Charlotte Rampling in Unter dem Sand, von allen noch die Sympathischste, ist sehr selbstbezogen und egoistisch. Aber sie leidet, und wenn jemand leidet, ist es einfacher, für ihn Zuneigung zu empfinden. Das Problem bei Angel dagegen ist: Sie leidet nicht. Ganz im Gegenteil: Sie ist eine Frau, die ihr Leben in der Hand hat, die das tut, was ihr gefällt. Ich habe generell eine Vorliebe für die Figuren, die nicht leicht zu mögen sind, die eine Maske tragen, die schwierig sind. Aber ich bin mir bewusst, dass das viele Probleme beim Publikum schafft.
Haben Sie also mit negativen Reaktionen gerechnet?
Nun, ich war nicht sonderlich überrascht. Im Buch ist Angel ja noch schlimmer, da ist sie eine geradezu groteske Figur, ein richtiges Monstrum und noch nicht mal hübsch. Als ich mit dem Film begann, dachte ich, dass ich eine Schauspielerin brauche, die auch verführerisch sein kann. Deshalb habe ich mich für Romola entschieden, die sehr bezaubernd sein kann und mit ihrer Verführungskraft spielt. Aber nein, ich war nicht überrascht, ich wusste, dass die Figur nicht einfach ist, das war das Projekt.
Sie haben sie also sympathischer gemacht?
Ich weiß nicht, ob man das sagen kann, ich glaube, ich liefere im Film einfach mehr Gründe, um sie zu verstehen. Zum Beispiel die Tatsache, dass sie hübsch ist, das macht es natürlich leichter, sie zu mögen, vielleicht ja nur für Männer. Im Buch ist sie auch gefühlsmäßig ein Monster. Für mich war es sehr wichtig zu zeigen, dass Angel sich selbst „darstellt“. Sie spielt ständig eine Rolle. In gewissen Momenten des Films aber muss sie echt sein, authentisch reagieren. Deshalb reagiert sie im Film auf den Tod der Mutter „ehrlich“, da ist sie sie selbst und kann weinen.
Im Film wird Angel ja von ein paar Figuren wirklich geliebt.
Ja, zum Beispiel von Nora. Sie ist eine Figur, die gerne im Schatten Angels steht. Im Buch ist sie ein echter Sklave. Aber sie liebt sie auch, und ich wollte irgendwie darauf hinaus, dass die wahre Liebesgeschichte des Films sich zwischen Nora und Angel abspielt und nicht zwischen Esmé und Angel. Vielleicht hätte ja Angel selbst zugegeben, wenn lesbische Beziehungen damals akzeptabel gewesen wären: Nora ist meine wahre Liebe. Denn sie fühlt sich mit Nora so viel wohler als mit Esmé, der ja nur die Projektion des Traumprinzen ist. Ich wollte diese Ambivalenz, dass am Ende dieser Gedanke im Raum steht: Sie hat ihr Leben an eine Projektion verschwendet.
Auch der Verleger, den Sam Neill spielt, liebt Angel.
An ihm hat mich gerade das interessiert: Er könnte eine Beziehung mit ihr haben. Denn als Angel zu ihm kommt, ist sie vollkommen offen, sie will in jemanden verliebt sein. Vielleicht hätte er darauf eingehen sollen. Am Ende des Films, wenn Charlotte Rampling ihn fragt: „Bist du immer noch verliebt in sie?“, ist er überrascht, dass sie es von Anfang an wusste, sie ist eine kluge Frau. Er selbst hat es sich nämlich nie eingestanden, dass er in sie verliebt war. Das ist sehr englisch, seine Gefühle nicht zu zeigen, sie für sich zu behalten, so frustriert zu sein. Die Franzosen sind da ganz anders.
Ist Angel Ihr erster Kostümfilm?
Nun, 8 Frauen, das waren die fünfziger Jahre, Tropfen auf heisse Steine die Siebziger, aber natürlich ist Angel der erste „richtige“ Kostümfilm. Es war eine große Herausforderung und für mich sehr aufregend. Kostümfilm, das heißt auch, dass man mit Kostümen eine Geschichte erzählen kann. In Angel sind es zum Beispiel ihre Kleider, die sehr genau wiedergeben, in welcher Lebensphase sich die Figur gerade befindet. Da ist das schlichte dunkle Kleid am Anfang, als sie noch die arme Tochter einer verwitweten Krämerin ist. Später gibt es das prächtige rote, und das üppige grüne, als sie auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs ist. Am Ende trägt sie wieder Schwarz, das ist ihr Werdegang, der sich in ihrer Garderobe, auch weil sie immer sich wie auf dem Laufsteg befindet, widerspiegelt. Das gefällt mir am Genre Kostümfilm, dass man die Geschichte mit Kleidern und Sets erzählen kann.
Es war sicher einer der teuersten Filme, die Sie gemacht haben. War der Druck besonders groß?
Der größte Druck ging für mich davon aus, dass ich in Englisch drehen musste. In Swimming Pool hatte ich ein paar Szenen auf Englisch, aber sowohl Charlotte Rampling als auch Ludivine Sagnier können beide Sprachen perfekt. Bei Angel hatte ich ausschließlich englische Schauspieler und musste die ganze Zeit Englisch sprechen. Das war sehr hart für mich und eine große Herausforderung.
Ist das Erklären für Sie so wichtig auf dem Set?
Ja, für mich ist das Sprechen sehr wichtig. Und weil mir im Englischen oft die richtigen Worte fehlten, musste ich sehr direkt sein und war deshalb besonders brutal, viel weniger diplomatisch als in Französisch. Ich war ein Diktator.
Hat Ihnen das gefallen?
Ja, auch. Die englischen Schauspieler waren sehr gut und sehr professionell. Ganz anders als französische Schauspieler, die sehr instinktiv vorgehen wollen und deshalb oft glauben, den Text nicht kennen zu müssen, oder erst im letzten Moment lernen. In England dagegen kennen alle ihren Text und bieten dir als Regisseur darüber hinaus auch noch etwas an. Außerdem machen sie sich viel Arbeit mit dem Drehbuch, setzen sich mit ihrer Rolle auseinander und der Gesamtentwicklung der Figur, das ist für den Regisseur ganz wunderbar, denn oft sind sie sehr klug und haben wirklich gute Ideen. Mir auf jeden Fall hat das sehr geholfen.
Wenn sie frei wählen könnten, mit welchen Schauspielern der Gegenwart würden Sie am liebsten zusammenarbeiten?
Am besten gefallen mir ja die, die bereits gestorben oder zu alt sind: Ich hätte sehr, sehr gerne mit Natalie Wood, mit Marilyn Monroe oder mit der jungen Elizabeth Taylor zusammengearbeitet. Aber eigentlich gehe ich anders vor: Für mich ist zunächst die Figur wichtig und erst dann denke ich darüber nach, welcher Schauspieler, welche Schauspielerin das spielen könnte. Ich sage deshalb nicht, ich will einen Film mit dieser Schauspielerin machen, und suche dann ein Thema, sondern zuerst interessiere ich mich für ein Thema, für das Drehbuch und erst dann für die Schauspieler. Und ich bin sehr offen: Eine Schauspielerin, die ich in einem Film nicht mochte, gefällt mir beim nächsten auf einmal sehr gut und umgekehrt. Es verändert sich bei mir laufend.
Wollten Sie je selbst Schauspieler sein?
Nein, ich bin lieber Regisseur als Schauspieler. Mir gefällt es gut, hinter der Kamera, im Verborgenen zu stehen. In gewisser Weise bin ich eher schüchtern und möchte nicht direkt über mich selbst sprechen. Da ist es leichter, hinter der Kamera die Fäden zu ziehen.
Woher kommt die Vorliebe für unsympathische Charaktere? Das beginnt schon in Sitcom …
Sie denken, das sind alles Monster? Das ist meine Familie! Wir haben alle eine schwarze und eine weiße Seite. Es ist nun mal viel interessanter, die schwarze Seite der Menschen zu zeigen. Auch weil Filme dabei helfen sollten, sich selbst besser zu verstehen. Im Alltag zeigt man die schwarze Seite nicht, sie ist etwas, das man lieber verbirgt. Vielleicht ist das mein Problem, ich zeige mehr schwarze Seiten als gute. Aber Film bedeutet für mich genau das: die Möglichkeit, das Verborgene zu zeigen. Im Film kann man Morde begehen, Sex mit wem auch immer haben. Man kann machen, was man will, es ist eine Art Therapie. Und es ist natürlich besser, es im Film zu machen und nicht in der Realität.
Das klingt nach einer guten Entschuldigung.
Fritz Lang sagte doch mal: Wenn ich nicht Regisseur geworden wäre, wäre ich ein Serienmörder. Mir geht es ein bisschen ähnlich.
Sie nennen immer wieder Douglas Sirk und Rainer Werner Fassbinder als Ihre Vorbilder. Wofür bewundern Sie sie am meisten? Dafür, wie sie einfache Geschichten stilisieren, durch ihre Inszenierung die Essenz des Lebens wiedergeben. Ich bewundere ihren Blick auf die Realität, die Art und Weise, das Genre Melodrama zu benutzen, um politische Dinge zu erzählen, sehr tiefe, relevante Dinge. Und mir gefällt, dass sie keine Angst davor hatten, zu sehr extremen Mitteln zu greifen, um ihre Vorstellungen von der Wirklichkeit wiederzugeben, für den angstlosen Umgang mit den Exzessen des Melodrams.
Ihre Filme sind stets voller Ironie, Sirk oder Fassbinder sind da doch ganz anders?
Sie sind auch voller Ironie! Ich lache die ganze Zeit, wenn ich einen Fassbinder-Film sehe. Sie nicht? Vielleicht bin ich ja der Einzige. Seine Regie ist sehr brechtisch, sehr auf Abstand bedacht. In Angst essen Seele auf etwa, wenn sich die beiden Hauptfiguren zum ersten Mal treffen, das ist sehr brechtisch, sehr distanziert, für mich ist das ironisch. Ironisch heißt ja nicht witzig; es bedeutet Abstand einnehmen, die Realität untergraben.
Und wo ist bei Douglas Sirk die Ironie?
In Imitation of Life zum Beispiel, da denkt man am Anfang, es geht um Lana Turner, am Ende aber stellt sich heraus, dass die wichtigere Geschichte eigentlich die des schwarzen Hausmädchens und ihrer Tochter ist. Sirk ist perverser als man denkt! Der Zuschauer glaubt sich in einem herkömmlichen Melodrama, dann aber stellt sich heraus, dass es ein politischer Film ist, der von den Problemen der Schwarzen und alleinerziehenden Müttern spricht. Beide, Fassbinder und Sirk, beginnen ihre Filme oft mit einer Klischeesituation; man denkt, man weiß, wo es langgeht, und dann schlagen sie doch eine ganz andere Richtung ein.
Sie selbst haben im Grunde mit jedem Film das Genre gewechselt. Ist das eine bewusste Entscheidung?
Bewusst daran ist: Ich möchte mich nicht wiederholen. So versuche ich jedes Mal, eine neue Herangehensweise zu wählen. Ich will immer wieder etwas Neues machen, auch damit es spannend bleibt. Einen Film zu machen bedeutet viel Arbeit, man braucht sehr viel Energie, wenn es da keine Aufregung gibt, wenn es keine Herausforderung ist, wird es langweilig und öde. Deshalb versuche ich immer wieder etwas Neues, und dazu gehört dann auch, immer wieder Angst zu haben! Ohne Angst keine Spannung.
Wäre es für die Karriere nicht besser, eine Marke zu kreieren: den Ozon-Film, den alle wiedererkennen?
Truffaut hat mal gesagt: Du musst jeden neuen Film gegen den machen, den du gerade beendet hast. Nach dem Big-Budget-Œuvre also ein kleines Kammerspiel. Ich halte gar nicht so viel von Regeln, aber für mich stimmt das. Es entspricht auch meinen Bedürfnissen. Nach 8 Frauen, der sehr theatralisch und sehr artifiziell ist, wollte ich zum Beispiel unbedingt zu etwas Naturalistischem zurückkehren, das war dann Swimming Pool. Und danach kam „5x2“, der atmosphärisch und erzählerisch wieder ganz anders angelegt ist. Aber das ist im Grunde keine bewusste Entscheidung, ich gehe sehr instinktiv vor. Es ist immer ein Problem, wenn man die eigene Arbeit zu sehr analysiert oder intellektualisiert, das ist schließlich die Aufgabe von euch Kritikern.
Gibt es auch im Gegenwartskino Regisseure, die Sie schätzen?
Ja, sicher. Der letzte Film, den ich gesehen habe, war Still Life von Jia Zhang-Ke, der letztes Jahr in Venedig den Goldenen Löwen erhielt. Sehr schön. Unter den französischen Filmen der letzten Zeit gefiel mir Lady Chatterley von Pascale Ferran. Es ist auch ein sehr politischer Film, sehr marxistisch, wenn man so will, klassenbewusst.
Kennen Sie das deutsche Gegenwartskino?
Das deutsche Mainstreamkino, die großen Komödien kommen ja bei uns nicht ins Kino. Sind die lustig? Wir kennen den deutschen Humor gar nicht. Für uns in Frankreich sind immer noch Wim Wenders und Rainer Werner Fassbinder die großen deutschen Filmnamen. Aber ich weiß, dass es eine neue Welle gibt. Ich habe Ping Pong gesehen und Marseille von Angela Schanelec. Es ist ein strenges, asketisches Kino. Und dann habe ich noch Das Leben der anderen gesehen. Den fand ich auch sehr interessant. Vielleicht nicht unbedingt die Art der Inszenierung, aber der Kontext, die Geschichte fasziniert uns Franzosen nun mal. Bei Good Bye, Lenin! war das ähnlich, er war in Frankreich ein Riesenerfolg. Die Franzosen sind fasziniert von der Geschichte der DDR, von dem Ost-West-Ding; wir lernen dabei auf neue Art und Weise die Deutschen kennen.
Angel startet am 9.8.
François Ozon
Spätestens seit seinem erfolgreichen Krimimusical 8 Frauen (8 Femmes) von 2002 und dem Film Swimming Pool von 2003 ist François Ozon auch dem deutschen Publikum bekannt. Ozon, 1967 in Paris geboren, studierte an der Pariser Filmhochschule „La Fémis“. Bevor er 1998 mit seinem ersten Spielfilm Sitcom sein Spielfilmdebüt ablieferte, drehte er zehn Kurzfilme. 1999 folgte Ein kriminelles Paar (Les amants criminels), der mit seiner Mischung aus Mord-, Sex- und Märchenmotiven schockierte. Mit Tropfen auf heiße Steine (Gouttes d´eau sur pierres brûlantes), der Adaption des gleichnamigen Theaterstücks seines Idols Fassbinder, war Ozon 2000 im Wettbewerb der Berlinale vertreten. Im gleichen Jahr entstand Unter dem Sand (Sous le sable), seine erste Zusammenarbeit mit Charlotte Rampling. Auf 8 Frauen und Swimming Pool folgten 2004 »5x2« mit Valeria Bruni-Tedeschi und 2005 Die Zeit die bleibt (Le temps qui reste) mit Melvil Poupaud. Angel ist der neunte Spielfilm des französischen Regisseurs.
epd Film 8/2007


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